Programm

Programm des SAV 2017-2

Eintrittspreise für Vorträge: 5,00 Euro,

für SAV-Mitglieder ermäßigt 3,00 Euro

 

Samstag 28. Oktober 2017

Exkursion:  »Auf den Spuren der Grafen von Hohenberg« ins Albrechtstal im Elsass, heute Val de Villé

Organisation: Ekkehard Kaupp und Peter Wagner

Das Albrechtstal gehörte den Herren von Hurningen und kam dann auf unbekannte Weise an die Grafen von Hohenberg. Von da ging es als Mitgift (Hochzeitsgabe) bei der Vermählung der Gertrud von Hohenberg mit Graf Rudolf von Habsburg in deren Besitz über. Es war ein beliebter Aufenthaltsort für Gertrud, und ihr späterer Königinnennamen Anna soll hier den Ursprung haben. Dies und weiteres werden wir vor Ort erfahren.

In Villé/Albe werden uns Frau Durand und Dr. Dreyfus führen, beide sprechen gut deutsch. Frau Durand sorgt ebenfalls für das Restaurant zum gemeinsamen Mittagessen.

Kosten: 25,00 Euro, inkl. Führung und Trinkgeld für den Busfahrer. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen beschränkt.

Anmeldungen erbeten bis spätestens 10. Oktober 2017 bei der Geschäftsstelle. Die Anmeldung gilt nur zusammen mit Einzahlung auf die Bankverbindung:  Ekkehard Kaupp, IBAN: DE15 6039 1310 0015 5700 02, Volksbank Herrenberg-Rottenburg. Als Verwendungszweck bitte angeben: Name und Telefonnummer des/der Reiseteilnehmer/s.

Teilnahme an der Fahrt auf eigene Gefahr. Keine Rückerstattung bei Nichtteilnahme m.A. von Führungs- und Trinkgeld (ca. 6,00 Euro). Wir fahren mit Edel-Reisen und Kurt Johner als Busfahrer. Bei Fragen zur Reiseorganisation: Ekkehard Kaupp, Mobil 0170-7353109.

 Abfahrt Rottenburg, Eugen-Bolz-Platz: 07.30 Uhr

Rückkehr voraussichtlich: 20.30 Uhr

 

500 JAHRE REFORMATION 1517 – 2017

 Donnerstag, 16. November 2017, 19.00 Uhr

Ort: Sülchgau-Museum in der Zehntscheuer

Evangelisch in Hohenzollern

Dr. Volker Trugenberger

Bis zur Übernahme der beiden Fürstentümer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen durch Preußen 1850 hatte es nur ganze wenige Protestanten dort gegeben. Evangelische preußische Beamte, Industriearbeiter und Eisenbahnbedienstete ließen ihre Zahl nach 1850 stetig anwachsen. In Bietenhausen bei Haigerloch und Dettingen bei Horb konvertierten katholische Einwohner, die sich nach protestantisch pietistischem Vorbild regelmäßig in Andachtsstunden zu Bibellektüre und Gebet trafen. Das preußische Königshaus finanzierte den Bau von Kirchen in Hechingen und Sigmaringen und veranlasste die Schaffung fester Strukturen. Seit 1898 bildeten die hohenzollerischen Kirchengemeinden einen selbständigen Kirchenkreis innerhalb der Kirche der altpreußischen UnionNach dem Untergang Preußens im Gefolge des Zweiten Weltkriegs war die Sonderstellung der fünf evangelischen Kirchengemeinden Hohenzollerns nicht mehr aufrechtzuerhalten. Sie wurden 1950 in die Evangelische Landeskirche in Württemberg eingegliedert. Doch bis heute wird in ehemals hohenzollerischen Kirchengemeinden der Gottesdienst nach der Liturgie der altpreußischen Union gefeiert.

Dr. Volker Trugenberger ist Leiter des Staatsarchivs Sigmaringen

 

 Donnerstag, 23. November 2017, 19.00 Uhr

Ort: Sülchgau-Museum in der Zehntscheuer

Die Reformation – die lange Prägung der Stadt Rottenburg

Prof. Dr. Franz Quarthal

Drei Tendenzen prägen die Geschichte der Stadt Rottenburg im Zeitalter der Reformation: einmal die selbständige Auseinandersetzungen des Stadtpfarrers und einzelner Chorherren mit Gedanken der Reformation bis 1524, dann der Kampf der österreichi-schen Landesherrn Erzherzog und König Ferdinand, der sich zusammen mit den Herzögen von Bayern den Kampf gegen die »lutherischen Sekt« zu zentralen Aufgabe der habsburgischen Landesherrschaft gemacht hatte, und der Kampf gegen die Wiedertäufer, der in Rottenburg einen traurigen Höhepunkt fand. In der Zwischenzeit hatte in Reutlingen, dann in Tübingen und seinem Umland die Reformation nachhaltig Fuß gefasst.

Die langsame Verfestigung zu konfessionellen Territorien sollte aber noch bis 1580 dauern und hinterließ in Rottenburg und seinem Umland tiefe Spuren, bis sich die endgültige Trennung in zwei konfessionelle Blöcke in Rottenburg und seinem Umland verfestigt hatte. Der Vortrag wird die einzelnen Phasen dieses Prozesses verfolgen.

Franz Quarthal ist emeritierter Professor für Landesgeschichte an der Universität Stuttgart

 

Donnerstag, 30. November 2017, 19.00 Uhr

Ort: Sülchgau-Museum in der Zehntscheuer

Einblicke in frühreformatorische Flugschriften an die frühreformatorische Gemeinde in Rottenburg

Prof. Wolfgang Urban

Eine stattliche Reihe von zehn gedruckten Flugschriften war an die bereits um 1524 bestehende frühreformatorische Gemeinde in Rottenburg am Neckar gerichtet. Verfasser sind die frühen Anhänger Martin Luthers und der Reformation Andreas Keller und der ehemalige Franziskaner Johann Eberlin von Günzburg, später einer der wichtigsten Akteure der Reformation in der Freien Reichsstadt Ulm.

Der Vortrag wird erstmals inhaltliche Einblicke in diese bislang nur am Rande beachteten, jedoch sowohl thematisch als auch historisch für die Wirkungsgeschichte und Umsetzung reformatorischen Gedankenguts höchst bedeutsamen Texte vermitteln.

Prof. Urban, langjähriger Leiter des Diözesan- museums Rottenburg, ist Autor zahlreicher Beiträge im historischen und kunstgeschichtlichen Bereich

 

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 19.00 Uhr

Ort: Sülchgau-Museum in der Zehntscheuer

Sülchen – Spuren der Christianisierung

Dr. Dorothee Ade und Dr. Beate Schmid

Anlässlich der Sanierung und Erweiterung der Bischofsgruft wurden ab 2012 unter der Sülchenkirche vom Landesamt für Denkmalpflege umfangreiche Ausgrabungen durchgeführt. Zutage kamen nicht nur Baureste von Vorgängerbauten, die bis in das 7. Jh. zurückreichen, sondern zur großen Überraschung auch zahlreiche frühmittelalterliche Bestattungen, die sich z.T. durch außergewöhnliche Funde auszeichnen.

Am 4. November 2017 wird nun die Ausstellung unter der Sülchenkirche eröffnet und die dafür notwendigen Untersuchungen haben interessante neue Erkenntnisse gebracht, die insbesondere auch ein Licht auf die Christianisierung in unserer Region werfen.

 

AUSSTELLUNGSANKÜNDIGUNGEN

 500 JAHRE WEGGENTAL 1517 – 2017

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.00 Uhr

Ort: Sülchgau-Museum in der Zehntscheuer

Eröffnung der Ausstellung

Zum Frommen von Stadt und Land.  500 Jahre Weggental

Was verbindet man mit »dem Weggental«? Themen der Ausstellung sind Geschichte, Kultur und Frömmigkeit dieses besonderen Ortes inmitten und zugleich am Rand der Stadt. Präsentiert werden sollen selten gezeigte Schätze aus den Sammlungen von Stadt und Diözese.

Bis 8. April 2018. Geöffnet während der üblichen Öffnungszeiten (Di, Do, So 15 – 17 Uhr und nach Vereinbarung).

 

Samstag, 9. Dezember 2017, 15.00 Uhr

Ort: Sülchgau-Museum in der Zehntscheuer

Eröffnung der Krippenausstellung

Dieses Jahr steht die traditionelle Krippenschau unter dem Titel »Historische Rottenburger Krippen und Weihnachten einst«.

Dauer: bis 28. Januar 2018. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

 

ANGEBOTE ANDERER

 

Samstag, 21. Oktober 2017

Rottenburger Kulturnacht

Zum siebten Mal seit 2005 findet die Rottenburger Kulturnacht statt – aber dieses Mal ist alles anders. Der Grund: Das Oberthema dieses Jahr ist passenderweise die neue Stadtbibliothek, die im August ihre Pforten geöffnet hat und unsere Stadt um einen wichtigen Baustein ebendieser Kultur bereichert. Und wie immer gibt es den bewährten Mix von Kunst, Kultur, Kulinarischem, Klassischem und Modernem.

 

Donnerstag, 9. November 2017, 19.00 Uhr

Ort: Gedenkstätte Synagoge Baisingen

Gedenkveranstaltung für die Pogromnacht 1938

Förderverein Synagoge Baisingen

Näheres wird rechtzeitig bekanntgegeben.

 

25 JAHRE SUMELOCENNA-MUSEUM

Sonntag, 12. November 2017, 14.00 Uhr

Ort: Römisches Stadtmuseum Rottenburg

Sonderführung 25 Jahre Römermuseum Rottenburg: Neue Funde seit 1992

Peter Ehrmann MA

Die Führung ist kostenlos bei normalem Museumseintritt.

 

Sonntag, 19. November 2017, 17.00 Uhr

Ort: Zehntscheuer Rottenburg, Franz-Anton-Hoffmeister-Saal

 Vortrag: Das Römische Imperium an Neckar, Rhein und Donau

Dr. Jörg Heiligmann

Der Referent ist Direktor des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg in Konstanz.