Programm

Pro­gramm des SAV 2018–1

 

Son­ntag, 8. April 2018, 14:00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Finis­sage durch die Son­der­ausstel­lung »Zum From­men von Stadt und Land. 500 Jahre Weggen­tal«

Peter Ehrmann MA

Zum Abschluss der Son­der­ausstel­lung bietet der SAV hier let­zt­mals eine Führung an.

Diese Führung ist kosten­los bei reg­ulärem Ein­tritt.

 

 

Fre­itag, 27. und Sam­stag, 28. April 2018

Ort: Hochschule für Forstwirtschaft, Schaden­weil­er­hof, 72108 Rot­ten­burg am Neckar

Forsthis­torisches Sym­po­sium:

»Men­sch und Wald seit dem Mit­te­lal­ter. Lebens­grund­lage zwis­chen Furcht und Fasz­i­na­tion«

Die Vorträge an diesen bei­den Tagen behan­deln u.a. so unter­schiedliche The­men wie Wald­nutzung, Jagd, Flößerei und Wald in der Roman­tik. Näheres find­et man auf einem Fly­er, welch­er den SAV-Mit­gliedern bere­its zuge­sandt wurde.

Die dazu oblig­a­torische Anmel­dung läuft über die Geschäftsstelle des SAV, E-Mail: archiv@rottenburg.de. Die Gebühr beträgt 25 Euro reg­ulär und 10 Euro für Studierende.

In Koop­er­a­tion mit der Forsthochschule, den Lan­deshis­torik­ern der Uni­ver­sität Tübin­gen, dem Kul­tur­amt der Stadt Rot­ten­burg und dem SAV.

 

 

Mittwoch, 9. Mai 2018, 19:00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Die Höhlen und Eiszeitkun­st der Schwäbis­chen Alb

Con­ny Meis­ter M.Sc.

Seit dem 9. Juli 2017 hat Deutsch­land ein neues Wel­terbe: Auf der Schwäbis­chen Alb wur­den zwei Tal­ab­schnitte der Flüsse Ach und Lone mit ins­ge­samt sechs Höhlen in die UNESCO-Wel­ter­beliste einge­tra­gen. Die Stätte »Höhlen und Eiszeitkun­st der Schwäbis­chen Alb« ist das erste Wel­terbe in Deutsch­land aus der Alt­steinzeit und bere­its die sech­ste Wel­terbestätte in Baden-Würt­tem­berg.

Der Ref­er­ent stellt die Bedeu­tung des Wel­terbes im All­ge­meinen und die bei­den genan­nten Tal­ab­schnitte als Ensem­ble aus Land­schaft, Fund­stellen und Fun­den vor. Darüber hin­aus wird er den Weg zur Ein­schrei­bung in die Liste der UNESCO-Wel­terbestät­ten nachvol­lziehen und die vielfälti­gen Auf­gaben für das zukün­ftige Man­age­ment und den Schutz der Stätte aufzeigen.

Die Ernen­nung zum Wel­terbe ist nicht nur End­punkt eines lan­gen Ein­schrei­bung­sprozess­es, son­dern gle­ichzeit­ig Beginn eines großen Zukun­ft­spro­jek­ts. Gefordert sind der nach­haltige Umgang mit der Stätte durch Schutz, Kon­servierung und Mon­i­tor­ing, aber auch die Bere­iche öffentlichkeitswirk­same Ver­mit­tlung, Touris­mus sowie Ver­mark­tung dieses Wel­terbes.

Con­ny Meis­ter ist beim Lan­desamt für Denkmalpflege zuständig für das Weltkul­turerbe Höhlen.

 

 

 

Don­ner­stag, 7. Juni 2018, 19:00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Würt­tem­berg und der Erste Weltkrieg

Prof. Dr. Ger­hard Fritz, Schwäbisch Gmünd

Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Jen­seits aller Schlacht­en – die natür­lich auch das Leben in der Heimat mitbes­timmten – griff diese säku­lare Katas­tro­phe in vielfältiger Weise ins All­t­agsleben aller Men­schen ein.

Wie dies im dama­li­gen Kön­i­gre­ich Würt­tem­berg geschah, was die Men­schen an der Front und ins­beson­dere in der Heimat zu erleben und zu erlei­den hat­ten, soll in dem Vor­trag dargestellt wer­den: Es geht um Sieges­nachricht­en und Katas­tro­phen­mel­dun­gen, um ver­meintlich­es Helden­tum und Angst, um Hunger und Not, um tote Zivilis­ten und Sol­dat­en, um Ver­wun­dete, um Men­schen, die wahnsin­nig gewor­den waren, um Kriegs­ge­fan­gene und nicht zulet­zt um die Frage, warum die Men­schen all dies über end­lose vier Jahre aus­ge­hal­ten haben.

Prof Dr. Ger­hard Fritz ist Abteilungsleit­er des Bere­ichs Geschichte an der Päd­a­gogis­chen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Zu seinen zahlre­ichen Pub­lika­tio­nen zählt auch der Band »Schwäbisch Gmünd und der Erste Weltkrieg« (2014).

 

AUSSTELLUNGSANKÜNDIGUNGEN

Eröff­nung: Dien­stag, 29. Mai 2018, 19:00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer, 2. Stock

Ausstel­lung Fron­le­ich­nam­sprozes­sion

Dem Sülch­gauer Alter­tumsvere­in wur­den im ver­gan­genen Jahr von ein­er Rot­ten­burg­er Fam­i­lie selb­st gebastelte Fig­uren zur Darstel­lung der Rot­ten­burg­er Fron­le­ich­nam­sprozes­sion geschenkt. Diese Prozes­sion soll in ein­er kleinen Ausstel­lung mit weit­eren Exponat­en im 2. OG der Zehntscheuer gezeigt wer­den. Dazu wird ein Vor­trag zum The­ma »Fron­le­ich­nam« ange­boten. Des weit­eren wird das Gedicht über die Fron­le­ich­nam­sprozes­sion von Sebas­t­ian Blau zu hören sein.

Die Ausstel­lung dauert voraus­sichtlich bis Son­ntag, den 3. Juni 2018, jew­eils 14 – 17 Uhr.

 

ANGEBOTE ANDERER

 Son­ntag, 15. April 2018, 14:00 Uhr

Ort: Römis­ches Stadt­mu­se­um Sume­lo­cen­na, Am Stadt­graben

Wege und Straßen. Die Leben­sadern des Imperi­ums. Führung durch das Römis­che Stadt­mu­se­um Rot­ten­burg für die Römer­straße Neckar-Alb-Aare

Peter Ehrmann MA

Ein zen­traler Bestandteil der Infra­struk­tur des Imperi­ums, von Africa bis Ger­ma­nia, waren die Straßen. Auch im römis­chen Neckar­land sorgten sie für Han­del, Mobil­ität und mil­itärische Durch­dringung. Um sie soll es in dieser Son­der­führung gehen – denn es musste nicht immer die Via Appia sein.

Die Führung ist kosten­los bei reg­ulärem Ein­tritt.

 

 

Son­ntag, 13. Mai 2018, 14:00 Uhr

Ort: Römis­ches Stadt­mu­se­um Sume­lo­cen­na, Am Stadt­graben

Der geteilte Him­mel. Reli­gion im römis­chen Neckar­land. Son­der­führung im Römer­mu­se­um Rot­ten­burg zum Inter­na­tionalen Muse­um­stag

Peter Ehrmann MA

Im Römis­chen Reich gab es nicht nur römis­che Göt­ter – welche meis­ten­teils auch eher griechis­che Göt­ter im römis­chen Gewand waren. Da gab es die Göt­ter­wel­ten der anderen Völk­er, im Falle des Neckar­lan­des also: die keltischen, und mehr. Die Führung behan­delt diese ver­schüt­teten Glaubenswel­ten anhand der heute noch sicht­baren Spuren.

Das Mot­to des diesjähri­gen Inter­na­tionalen Muse­um­stages ist »Net­zw­erk Muse­um: Neue Wege, neue Besuch­er«.

Aus Anlass des »Inter­na­tionalen Muse­um­stages« sind Ein­tritt und Führung frei!

 

 

Don­ner­stag, 14. Juni 2018, 19.00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Augus­ta Vin­delicum – Neue Grabungsergeb­nisse aus dem römis­chen Augs­burg

Dr. Sebas­t­ian Gairhos

Augs­burg hat eine lange römis­che Geschichte: Von der Zeit um Christi Geburt bis weit ins 5. Jahrhun­dert hinein war Augus­ta Vin­delicum wichtig­stes Zen­trum der römis­chen Prov­inz Rätien, zuerst als Mil­itär­stan­dort, danach als Prov­inzhaupt­stadt.

Auf­grund der dicht­en mit­te­lal­ter­lichen und neuzeitlichen Bebau­ung im Stadtk­ern ist wenig von der über 450-jähri­gen römis­chen Epoche zu sehen. Seit 1978 führt die Stadtarchäolo­gie im Vor­feld von Bau­maß­nah­men Ret­tungs­grabun­gen durch, deren Ergeb­nisse viele neue Erken­nt­nisse zum Stadt­bild, zur Stad­ten­twick­lung, der Infra­struk­tur oder zum Wirtschaft­sleben der antiken Metro­pole erbracht haben. Im Vor­trag wer­den diese Ergeb­nisse vorgestellt, eben­so auch die Bezüge zum römis­chen Rottenburg/Sumelocenna.

Dr. Gairhos ist Leit­er der Augs­burg­er Stadtarchäolo­gie und hat über die Stadt­mauer Sume­lo­cen­na pro­moviert.

 

 

Son­ntag, 17. Juni 2018, 14:00 Uhr

Ort: Römis­ches Stadt­mu­se­um Sume­lo­cen­na, Am Stadt­graben

Römis­che Dör­fer? Die Antike in unseren Ort­sna­men

Prof. Dr. Augustin Spey­er

Die ort­sna­mentliche Hin­ter­lassen­schaft des Alter­tums in unser­er Region sind für viele »römis­che Dör­fer«: Denn die Römer waren, je nach Region, ein bis fünf Jahrhun­derte in Süd- und West­deutsch­land und haben neben archäol­o­gis­chen und kul­turellen Hin­ter­lassen­schaften auch Spuren in den Ort­sna­men und anderen geo­graphis­chen Namen hin­ter­lassen (wobei sie viel­mals natür­lich ältere Namen »recycelt« haben). In diesem Vor­trag wollen wir einen Streifzug durch die geo­graphis­chen Namen der Römer in unserem (weit­eren) Gebi­et machen und sehen, wo und inwiefern sie weit­er­leben.

Nach dem Vor­trag beste­ht Gele­gen­heit zu Rück­fra­gen bei einem kleinen Getränk.

Dr. Augustin Spey­er aus Bierin­gen ist Pro­fes­sor für deutsche Sprache an der  Uni­ver­sität Saar­brück­en.

 

 

Son­ntag, 8. Juli 2018, 15.00 Uhr

Ort: Römis­ches Stadt­mu­se­um Sume­lo­cen­na, Am Stadt­graben

Think glob­al, act local: Wie behan­delt man die große Welt­geschichte im kleinen Rot­ten­burg? Ein Werk­stat­tbericht aus der Schule.

Den­nis Fuhrich und Michael Mohr

His­torische Orte gibt es in Rot­ten­burg genug. Manche sind von rein lokaler Bedeu­tung, an anderen lassen sich die Auswirkun­gen der »großen« Geschichte in der schwäbis­chen Kle­in­stadt studieren. Wie man das Poten­zial der his­torischen Denkmale in Rot­ten­burg für die Ver­mit­tlung der Inhalte des Bil­dungs­plans mit Hil­fe mod­ern­er Tech­nik nutzbar machen kann, zeigen die bei­den Geschicht­slehrer anhand aus­gewählter Rot­ten­burg­er Beispiele aus vie­len Jahrhun­derten.

Den­nis Fuhrich und Michael Mohr sind Geschicht­slehrer am Eugen-Bolz-Gym­na­si­um.

 

 

Don­ner­stag, 19. Juli 2018, 19:00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Ver­schüt­tete Mauern und umge­fal­l­ene Wände. Aktuelle Unter­suchun­gen in der großen römis­chen vil­la rus­ti­ca von Hechin­gen-Stein.

Dr. Klaus Kortüm

In der römis­chen Vil­la von Hechin­gen-Stein wird schon seit vie­len Jahren gegraben. Die Forschun­gen sind aber noch nicht abgeschlossen. Immer wieder ergeben sich neue Erken­nt­nisse, die uns zwin­gen unser Bild von Aus­dehnung, Entwick­lung und Ausse­hen der Anlage zu über­denken. Die jüng­sten Grabun­gen an der Umfas­sungs­mauer ergaben z.B. eine neue Bau­pe­ri­ode der Ein­hegung. Damit wird immer deut­lich­er: Die Vil­la war ursprünglich viel größer als das heutige Muse­ums­gelände, das nur die Spät­phase des Gut­shofes zeigt.

Einen anderen Aspekt beleuchtet die spek­takuläre Ent­deck­ung eines Haus­es mit umge­fal­l­enen Wän­den. Sie ermöglichte erst­mals eine auf archäol­o­gis­chen Beobach­tun­gen basierende Rekon­struk­tion eines römis­chen Vil­lenge­bäudes vom Fun­da­ment bis zum Dach. Bish­er war man dazu auf auswär­tige, z.T. in weit ent­fer­n­ten Regio­nen liegende Ver­gle­iche angewiesen. Das Hechinger Beispiel, dessen Unter­suchung vor kurzem abgeschlossen wer­den kon­nte, ist ein weg­weisender Beitrag zur ein­heimis­chen römis­chen Architek­tur.

Dr. Kortüm ist Prov­inzial­römis­ch­er Archäologe und Gebi­et­sref­er­ent beim Lan­desamt für Denkmalpflege in Esslin­gen.