Programm

 

Das Programm des SAV 2021–2022 (Stand: September 2021)

Mit­teilung des Vorstandes

Liebe Mit­glieder des Sülch­gauer Altertumsvereins, 

liebe Geschichtsin­ter­essierte,

trotz Coro­na wollen wir es erneut wagen, in diesem Herb­st ein Pro­gramm anzu­bi­eten. Manche Ver­anstal­tun­gen sind neu, andere wer­den anbei nachge­holt – wobei wir hof­fen, dass es dieses Mal »klappt« und wir Sie wieder per­sön­lich begrüßen dürfen!

Und wie immer gilt: Wir sind offen für Vorschläge, Anre­gung und Kri­tik, sei es schriftlich, mündlich oder per E‑Mail.

Übri­gens: Viele unser­er Vere­ins­mit­glieder wer­den auf die Ver­anstal­tun­gen auch zeit­nah per Rund-E-Mail hingewiesen. Wenn Sie noch nicht in unserem E‑Mail-Verteil­er sind, dies aber wün­schen, kön­nen Sie gerne jederzeit 

auf uns zukommen.

Es grüßt Sie her­zlich der Vorstand

Dr. Dorothee Ade, 

Dr. Ute Ströbele, 

Karl­heinz Gep­pert M.A.,

Peter Ehrmann M.A.

 

VERANSTALTUNGEN

 

BITTE BEACHTEN:

Laut Stand Coro­na-Verord­nung bei Pro­gramm-erstel­lung (Sep­tem­ber 2021) ist für den Besuch von Ver­anstal­tun­gen zwin­gend vorgeschrieben: Ein Impf‑, Gene­se­nen- oder aktueller Test­nach­weis! Kon­tak­t­dat­en wer­den erhoben, es herrscht Maskenpflicht und eine Besuch­er-Ober­gren­ze. Sollte die Recht­slage sich ändern, wird auf der Home­page des SAV darauf hingewiesen.

 

Der Ein­tritt zu den Vorträ­gen beträgt: 

3,00 Euro für Vere­ins­mit­glieder und 

5,00 Euro für Nichtmitglieder.

 

Don­ner­stag, 14. Okto­ber 2021, ca. 20.00 Uhr

Ort: Zehntscheuer Rottenburg,

Franz-Anton-Hoffmeis­ter-Saal

Auf den Spuren des ältesten Gold­fun­des in Süd­west­deutsch­land – ein neues Grabung­spro­jekt des Lan­desamts für Denkmalpflege in Ammerbuch-Reusten

Dr. Jörg Bofin­ger, Dr. Marc Heise

The­ma sind die neuen spek­takulären Ent­deck­un­gen der jüng­sten Aus­grabun­gen in Ammer­buch-Reusten, die es sog­ar in die Tagess­chau schafften. Der Vor­trag find­et zum Abschluss der Mit­gliederver­samm­lung statt, welche um 18.30 Uhr begin­nt. Die genaue Uhrzeit ist daher nicht zu nennen.

Dr. Jörg Bofin­ger ist Lan­deskon­ser­va­tor im Lan­desamt für Denkmalpflege Baden-Würt­tem­berg in Esslin­gen. Dr. Marc Heise ist Gebi­et­sref­er­ent im Lan­desamt für Denkmalpflege in Tübingen.

 

 

Sam­stag, 23. Okto­ber 2021, 14.00 Uhr

Ort: Römis­ches Stadt­mu­se­um Rot­ten­burg, Am Stadtgraben

Führung durch die Ausstel­lung »Merkur, Münzen, Mem­oiren. Aus der Samm­lung der Frei­her­ren von Ow ‑Wachen­dorf«

Dr. Dorothee Ade

Diese Ausstel­lung ist Teil der Präsen­ta­tion »Adels Häuser. Erlebte Objek­te und Räume des Region­aladels im Land­kreis Tübingen«.

Es wer­den beson­ders inter­es­sante archäol­o­gis­che Funde aus dem Pri­vatbe­sitz der Fam­i­lie Ow-Wachen­dorf gezeigt, die vom Neolithikum bis in die frühe Neuzeit reichen.

Anmel­dung bei der Geschäftsstelle ist notwendig, eben­so ein Impf‑, Gene­se­nen oder aktueller Testnachweis!

Dr. Ade ist Kura­torin und Betreuerin der Archäol­o­gis­chen Samm­lun­gen im Schloss Wachendorf.

 

 

Sam­stag, 30. Okto­ber 2021, 13.00 – 17.00 Uhr

Tre­ff­punkt: wird noch bekan­nt gegeben

Exkur­sion: Schlössles­berg über dem Katzenbachtal

Dr. Dorothee Ade, Michael Kien­zle M.A.

Ober­halb des Katzen­bach­tals west­lich von Weil­er liegt nicht nur die »Ehinger Burg« son­dern noch eine weit­ere große, weit­ge­hend uner­forschte und unbekan­nte Burganlage.

Mit der Sich­tung und Bear­beitung zahlre­ich­er archäol­o­gis­ch­er Lese­funde mit Studieren­den der Uni­ver­sität Tübin­gen ger­at­en die bish­eri­gen Deu­tun­gen ins Wanken und zwin­gen uns zu neuen Über­legun­gen bezüglich Datierung und Funk­tion. Die Anlage soll zukün­ftig weit­er erforscht wer­den. Zusam­men mit dem Tübinger Bur­gen­forsch­er Michael Kien­zle schauen wir uns sowohl diese Anlage als auch die nahe gele­gene Ehinger Burg an.

Michael Kien­zle ist wiss. Mitar­beit­er beim Insti­tut für Vor- und Frühgeschichte, Archäolo­gie des Mit­te­lal­ters und der Neuzeit der Uni­ver­sität Tübingen. 

Da wir uns in zum Teil uneben­em Gelände bewe­gen, soll­ten die Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmer mit wet­ter­fester Klei­dung und gutem Schuh­w­erk aus­ges­tat­tet sein. Pro­viant sollte mit­ge­bracht wer­den. Wenn es Coro­na zulässt, wäre anschließend ein Besuch im Kaf­fee­haus Prinz Karl möglich. Anfahrt mit eigen­em PKW, es gibt aber die Möglichkeit ein­er Mit­fahrgele­gen­heit. Anmel­dung erforder­lich bei der Geschäftsstelle!

 

 

Don­ner­stag, 25. Novem­ber 2021, 19.00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Vor­trag: Von Kerk­er­meis­tern, Henkern und Ganoven

Karl­heinz Gep­pert M.A.

Der Vor­trag the­ma­tisiert Aspek­te der Krim­i­nalgeschichte Rot­ten­burgs. Das »mod­erne Gefäng­nis« wurde im 18. Jahrhun­dert eingeführt.

Ver­brech­er soll­ten durch Isolierung, kör­per­lichen Zwang und Unter­w­er­fung des Geistes bestraft und gle­ichzeit­ig sollte die Gesellschaft vor ihnen geschützt wer­den. In der vorderöster­re­ichis­chen Amtsstadt Rot­ten­burg wurde 1715 bis 1719 ein »mod­ernes Kerk­er­haus« im dama­li­gen Büh­ler Hof (heute Amannhof 11) für die Graf­schaft Hohen­berg errichtet. Nebe­nan wohnte der Schar­frichter und Wasen­meis­ter. Mehr als ein Jahrhun­dert wurde das sechs-stöck­ige Haus – »ganz von Stein, 36 Fuß lang und 30 Fuß bre­it« – zur Ver­wahrung von Strafge­fan­genen genutzt. Während sich im Erdgeschoss die dun­klen, unge­heizten Ver­liese befan­den, dien­ten die größeren, beheizten, allerd­ings eben­falls ver­git­terten Zellen im zweit­en Stock wohl der Unter­bringung von Gefan­genen von Stand und Einkom­men. 1833 wurde das Kerk­er­haus verkauft, freilich gab es bere­its ein neues Gefäng­nis: im alten Hohen­berg­er Schloss.

Karl­heinz Gep­pert ist Kul­tur­wis­senschaftler, Haup­tkus­tos a.D. und Geschäfts­führer des SAV.

 

 

Dezem­ber 2021

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Eröff­nung der Ausstel­lung des Sülch­gauer Alter­tumsvere­ins über »His­torische Rot­ten­burg­er Krippen«

Bei Pro­gram­mer­stel­lung sind Pla­nun­gen und die Coro­na-Regeln im Dezem­ber noch nicht bekan­nt, daher:Nähere Infor­ma­tio­nen erfol­gen zeit­nah in der Presse und auf der Home­page des SAV!

Zu sehen bis Jan­u­ar 2022.

 

 

Don­ner­stag, 27. Jan­u­ar 2022, 19.00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nation­al­sozial­is­mus (Holo­caust-Gedenk­tag)

Vor­trag: Jüdis­ches Leben in der Region

Karl­heinz Gep­pert M.A.

Der Vor­trag the­ma­tisiert die jüdis­che Lokal-geschichte in der Region. Jüdis­che Gemein­den in Süd­west­deutsch­land waren zunehmend Dor­fge­mein­den, denn die größeren Ter­ri­to­rien wie Würt­tem­berg und Vorderöster­re­ich ver­schlossen sich und damit die größeren Städte seit dem Spät­mit­te­lal­ter zunehmend der jüdis­chen Zuwan­derung. So blieben die kleineren Ter­ri­to­rien, die rit­ter­schaftlichen »Fleck­en« und Dör­fer, als Orte jüdis­chen Lebens bis 1806 prä­gend. An diese früheren jüdis­chen Gemein­den erin­nern nicht nur die restau­ri­erten oder »umgenutzten« ehe­ma­li­gen Syn­a­gogen in Baisin­gen, Haiger­loch, Hechin­gen oder Rexin­gen, son­dern auch Gedächt­nisorte und Objek­te unter­schiedlich­ster Art: Doku­mente in Archiv­en, Grab­steine auf Fried­höfen, Fotos in pri­vat­en Alben. Jüdis­ches Leben war ver­woben in den All­t­ag sein­er Zeit, hat­te aber gle­ichzeit­ig andere Ele­mente: Andere Fest­tage, Bräuche und religiöse Sitten.

Karl­heinz Gep­pert ist Kul­tur­wis­senschaftler, Haup­tkus­tos a.D. und Geschäfts­führer des SAV.

 

 

Don­ner­stag, 3. Feb­ru­ar 2022, 19.00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Vor­trag: Die Erneuerung von Land­wirtschaft und Gewer­ben unter König Wil­helm I. von Würt­tem­berg und der Land­wirtschaftliche Bezirksvere­in Rot­ten­burg (1817 – ca. 1850)

Prof. i.R. Dr. Rain­er Loose

König Wil­helm I. von Würt­tem­berg (Reg. 1816 – 1864) sah es als seine wichtige Auf­gabe an, die wirtschaftliche Not, die auch in Würt­tem­berg nach 1815 herrschte, nach Kräften zu ver­min­dern. Eine lokale Ein­rich­tung dazu war der 1817 gegrün­dete Land­wirtschaftliche Bezirksvere­in Rot­ten­burg. Er bemühte sich u.a. um die Ein­führung ertra­gre­icher­er Getrei­deart­en und um die Verbesserung der Viehzucht, auch der Wein- und Hopfe­nan­bau war dem Vere­in angele­gen, ins­beson­dere die Bekämp­fung der dort auftre­tenden Schädlinge.

Prof. Dr. Rain­er Loose war Apl. Pro­fes­sor für Geo­gra­phie an der Uni­ver­sität Mannheim und Ref­er­ent für geschichtliche und geo­graphis­che Lan­deskunde der Lan­desarchivdi­rek­tion Baden-Württemberg.Er ist Autor des Ban­des »Die Cen­tral­stelle des Würt­tem­ber­gis­chen land­wirtschaftlichen Vere­ins. Die Erneuerung von Land­wirtschaft und Gewer­ben unter König Wil­helm I. von Würt­tem­berg (1817–1848)«, Stuttgart 2018.

 

 

Don­ner­stag, 17. Feb­ru­ar 2022, 15.00 Uhr

Ort: Zehntscheuer Rot­ten­burg, Ben­gel-Saal (3. Stock)

Kul­tur am Nach­mit­tag: Der Sülch­gauer Alter­tumsvere­in Rot­ten­burg am Neckar. Bürger*innen set­zen sich für die regionale Geschichts­forschung ein

Dr. Dorothee Ade, Karl­heinz Gep­pert M.A., Peter Ehrmann M.A.

Der 1852 gegrün­dete Sülch­gauer Alter­tumsvere­in ist die älteste heimatkundliche Vere­ini­gung im Land­kreis Tübin­gen mit knapp 500 Mit­gliedern. Vere­in­sziel ist es, die Geschichte der Region zu erforschen, dafür wer­den Vorträge zu The­men von der Urgeschichte bis in die jüng­ste Geschichte ver­anstal­tet, Exkur­sio­nen zu his­torisch und archäol­o­gisch bedeu­ten­den Stät­ten und Ausstel­lun­gen organ­isiert und das Jahrbuch »Der Sülch­gau« mit pop­ulären, wis­senschaftlich fundierten Beiträ­gen her­aus­gegeben. Eine weit­ere Auf­gabe ist es, den denkmalgeschützten, als Kerk­er­haus gebaut­en Amman­hof zu sanieren und zu einem Muse­um umzugestalten.

In Zusam­me­nar­beit mit der vhs Rot­ten­burg. Gebühr 3,00 Euro. Anmel­dung bei der vhs erforder­lich unter: www.vhs-rottenburg.de oder tel. unter 07472–9833‑0.

 

Der Stammtisch des Sülch­gauer Alter­tums-vere­ins trifft sich regelmäßig an jedem let­zten Mittwoch des Monats – derzeit zumeist im »Engel«, Königstraße 7 und in der »Ein­tra­cht«, Bahn­hof­s­traße 22.

Beacht­en Sie bitte auch die Hin­weise auf der Home­page des Vere­ins sowie die jew­eils aktuellen Hin­weise in der Presse. Alle Inter­essierten sind willkom­men, auch Nicht­mit­glieder. Eine Tage­sor­d­nung gibt es nicht – Ziel ist der Gedanke­naus­tausch, Ideen und Vorschläge für das Pro­gramm u.a.