Programm 2026–1

SAV-Pro­gramm 2026–1

Der Ein­tritt zu den Vorträ­gen beträgt:
3,00 Euro für Vere­ins­mit­glieder und
5,00 Euro für Nichtmitglieder.

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VORTRAGSREIHE IM AMANNHOF

Son­ntag, 29. März 2026

Ort: Muse­um im Amannhof

Eröff­nung des Muse­ums im Amannhof für das Jahr 2026

Zum Saison­be­ginn gibt es Führun­gen durchs Haus. Näheres wird rechtzeit­ig bekanntgegeben.

Vor­tragsrei­he: »Aspek­te Rot­ten­burg­er Kultur«

Erneut sollen wichtige kul­turelle Aspek­te aus der Ver­gan­gen­heit Rot­ten­burgs, die unsere Stadt mit­geprägt haben, in ein­er kleinen Vor­tragsrei­he präsen­tiert werden.

Von Mai bis August, jew­eils mittwochs um 15:00 Uhr

Mittwoch, 13. Mai 2026

Dr. Moni­ka Laufen­berg, Kulturtankstelle 

Börstin­gen

»Als Beu­telschnei­derin unterwegs«

Mittwoch, 10. Juni 2026

Dag­mar Schenk (Mod­er­a­tion)

Erzählcafé: Zeitzeu­gen der Fün­fziger Jahre

Juli 2026

Gespräch mit Lorenz Truffn­er zum Wald

Der genaue Ter­min wird rechtzeit­ig bekan­nt gegeben.

Mittwoch, 12. August 2026

Dr. Dorothe Ade und Prof. Hart­mann Reim

Archäol­o­gis­che Funde gesucht 

Archäol­o­gis­che Fund­stücke aus allen Epochen, von Stein­beilen bis zum mit­te­lal­ter­lichen Topf, die bei Spaziergän­gen, Garte­nar­beit­en oder Bauar­beit­en gebor­gen wur­den, schlum­mern oft über Gen­er­a­tio­nen hin­weg in Schubladen, Büh­nen und Kellern. Wer genaueres zur Zeit­stel­lung und Funk­tion erfahren möchte, kann seine »Schätze« den bei­den Fach­leuten zur Begutach­tung vor­legen. Aus­geschlossen sind angekaufte Funde unbekan­nter Herkunft.

Prof. Dr. Hart­mann Reim, Rot­ten­burg, war der Leit­er der Tübinger Außen­stelle des Lan­desamtes für Denkmalpflege, Dorothee Ade ist Archäolo­gin und 1. Vor­sitzende des Sülch­gauer Alter­tumsvere­ins Rottenburg.

Sam­stag, 15. August 2026

Dr. Dorothee Ade

Som­mer­work­shop im Amannhof – die Ala­man­nen im Amannhof

10:00 – 12:00 Uhr: Ein­führung in die Zeit der Ala­man­nen und der Fund­plätze in Rottenburg

13:00 – 15:00 Uhr: Sich­tung orig­i­naler Funde aus Rot­ten­burg, Jahn­straße und Mechthildstraße.

Anmel­dung erforder­lich, max. 20 Personen

Teil­nah­mege­bühr € 15.

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VORTRÄGE

Don­ner­stag, 26. März 2026, 19:00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Ein vorgeschichtlich­es Heilig­tum auf dem Lochen­stein bei Balingen

Prof. Dr. Mar­tin Bartelheim/ Dr. Marc Heise/ Michael Ling­nau M.A.

Der Lochen­stein bei Balin­gen am Trauf der Schwäbis­chen Alb ist als vorgeschichtlich­er Fund­platz schon seit über 150 Jahren bekan­nt. Eine Beson­der­heit ist seine wei­thin sicht­bare, promi­nente und doch abgeschiedene Lage auf einem steilen Fel­sklotz, ca. 400 m über dem Neckar­tal und seine begren­zte Zugänglichkeit, die bis heute nur über schmale Fel­sp­fade möglich ist. Er wurde zuerst als Opfer­platz und naturheiliger Ort ange­se­hen und galt nach den vor hun­dert Jahren durchge­führten Grabun­gen als Höhen­sied­lung. Bei dieser Grabung wur­den auf dem ca. 1 ha großen Plateau bis zu zwei Meter mächtige Fund­schicht­en freigelegt mit ein­er Nutzungszeit von der Bronzezeit, evtl. bere­its seit der Jung­steinzeit, bis ins frühe Mit­te­lal­ter. Seit 2022 wer­den von der Uni­ver­sität Tübin­gen und dem Lan­desamt für Denkmalpflege Baden-Würt­tem­berg nun neue Grabun­gen durchge­führt mit span­nen­den Ergeb­nis­sen. Das dabei gebor­gene üppige Fund­spek­trum und die Befund­si­t­u­a­tion lassen an der Inter­pre­ta­tion des Platzes als »nor­male« Höhen­sied­lung zweifeln. Sie weisen eher darauf hin, dass der Lochen­stein zusam­men mit weit­eren in jün­geren Jahren als naturheilige Plätze beze­ich­neten Fund­stellen zu den bis­lang kaum bekan­nten Heiligtümern oder Opfer­plätzen im süd­west­deutschen Mit­tel­ge­birgsraum gehört.

Prof. Dr. Mar­tin Barthel­heim ist Pro­fes­sor für Ur- und Frühgeschichte am Insti­tut für Ur- und Frühgeschichte und Archäolo­gie des Mit­te­lal­ters der Eber­hard-Karls-Uni­ver­sität Tübingen.

Dr. Marc Heise und Michael Ling­nau M.A. sind beim Lan­desamt für Denkmalpflege im Regierung­sprä­sid­i­um Stuttgart beschäftigt.

Mittwoch, 29. April 2026, 19:00 Uhr

Ort: Zun­fthaus der Nar­ren­zun­ft Rot­ten­burg, Sülchen­straße 3, Rot­ten­burg am Neckar

Mechthild von der Pfalz und die Grün­dung der Uni­ver­sität Tübingen

Prof. Dr. Sigrid Hirbodian

In Rot­ten­burg ist Mechthild von der Pfalz vie­len als Fast­nachts­fig­ur bekan­nt. Die his­torische Per­sön­lichkeit Mechthild stand in den let­zten Jahren ver­mehrt im Zen­trum der Geschichtsforschung.

Mechthild (1419 – 1482) war eine geborene Pfalz­gräfin bei Rhein, die bere­its als Kleinkind mit dem Grafen von Würt­tem­berg ver­lobt und 1436 ver­heiratet wurde. Nach dem Tod ihres ersten Ehe­manns heiratete sie Erzher­zog Albrecht VI., der ihr als Wit­tum die Graf­schaft Hohen­berg mit Rot­ten­burg als Zen­trum übertrug. Dort resi­dierte sie bere­its zu Albrechts Lebzeit häu­fig. Nach seinem Tod 1463 wurde die Stadt am Neckar zu ihrer Haup­tres­i­denz. Die kul­turelle Blüte, die Mechthilds Hof nach Rot­ten­burg brachte, ist in der Lit­er­atur- und Kun­st­geschichte inten­siv erforscht.

Der Vor­trag beschäftigt sich mit Mechthilds Leben, vor allem aber mit ihrer Bedeu­tung für die Grün­dung der Uni­ver­sität Tübin­gen. Denn zusam­men mit ihrem Sohn aus erster Ehe, Graf Eber­hard V. von Würt­tem­berg, genan­nt Eber­hard im Bart, war sie es, die im Jahr 1477 das eher unbe­deu­tende und kleine Städtchen Tübin­gen zu einem Zen­trum der Wis­senschaft machen sollte. Der Vor­trag unter­sucht, welchen Anteil Mechthild an diesem Werk gehabt hat.

Sigrid Hir­bo­di­an ist Prof. am Insti­tut für Geschichtliche Lan­deskunde und His­torische Hil­f­swis­senschaften der Uni­ver­sität Tübingen.

Don­ner­stag, 25. Juni 2026, 19:00 Uhr

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Die archäol­o­gis­che Samm­lung der Her­ren von Ow-Wachendorf

Dr. Dorothee Ade

Die archäol­o­gis­che Pri­vat­samm­lung der Her­ren von Ow-Wachen­dorf wurde um 1860 von Frei­herr Hans-Karl von Ow, dem Mit­be­grün­der und 1. Vor­sitzen­den des SAV angelegt. Sie enthält zahlre­iche bedeu­tende regionale und über­re­gionale Fund­stücke von der Jung­steinzeit bis in die frühe Neuzeit, aber auch aus Nord- und Südameri­ka, Ägypten und von der Ost­see. Die regionalen Funde stam­men u.a. aus Rot­ten­burg ‑Hem­men­dorf, ‑Ober­nau, Starzach-Wachen­dorf und ‑Bier­lin­gen, Hirrlin­gen, Ammer­buch-Pfäffin­gen, Horb-Mührin­gen, Wal­dachtal-Salzstet­ten und dem Kloster Kirchberg.

Die Samm­lung wurde inzwis­chen aufgear­beit­et, im Jahr 2024 ist ein kom­men­tiert­er Kat­a­log erschienen.

Ein daran anschließen­der Ter­min für eine Führung durch das Muse­um wird noch bekan­nt gegeben, vgl. unten unter »Exkur­sio­nen«.

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SÜLCHGAU-MUSEUM

Öff­nungszeit­en: Fre­itag, Sam­stag und Son­ntag jew­eils von 15:00 bis 18:00 Uhr

geöffnet bis 29. März 2026

Geöffnet bis 29. März 2026

Ort: Sülch­gau-Muse­um in der Zehntscheuer

Kabi­net­tausstel­lung: »Hier spielt die Musik. His­torische Rot­ten­burg­er Instrumente«

In Rot­ten­burg gab es im 19. Jahrhun­dert einige bedeu­tende Instru­menten­mach­er: Die Namen Entreß, Rank, Schiele, Stein­er und Vollmer sind hier zu nennen.

Thomas Reil, Roland Neu und Ekke­hard Kaupp präsen­tieren in dieser Son­der­ausstel­lung Musikin­stru­mente aus diesem Umkreis.

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EXKURSIONEN

Don­ner­stag, 20. August 2026

Aus­flug zum Cam­pus Gal­li, His­torische Klosterbaustelle

Dr. Dorothee Ade, Tilmann Marstaller

Wir besuchen den Cam­pus Gal­li bei Meßkirch und lassen uns von Tilmann Marstaller, der dort als Bau­forsch­er und Berater tätig ist, führen.

Abfahrt: Eugen-Bolz-Platz 8:00 Uhr

Rück­kehr: ca. 18:00 Uhr

Bus­fahrt mit Ein­tritt und Führung: 50 €

Wir bit­ten um Anmel­dung bei der 

Geschäftsstelle Tel. 07472–165-333,

E‑Mail: archiv@rottenburg.de.

August/September 2026

Ort: Schloss Wachendorf

Führung durch die archäol­o­gis­che Samm­lung im Pri­vat­mu­se­um der Frei­her­ren von Ow

Dr. Dorothee Ade

Ter­min und Uhrzeit wer­den noch bekan­nt gegeben.

Ein­tritt und Führung: 10 €

Selb­st­fahrer

Anmel­dung erforder­lich, max. 20 Personen

 

Sep­tem­ber 2026

Besich­ti­gung der Grabun­gen auf dem Lochen­stein bei Balingen

Dr. Dorothee Ade, Prof. Dr. Mar­tin Barthel­heim, Dr. Marc Heise

Ter­min und Uhrzeit wer­den noch bekan­nt gegeben.

Selb­st­fahrer

Anmel­dung erforder­lich, max. 20 Personen.

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SONSTIGES

Der Stammtisch des SAV

trifft sich an jedem let­zten Mittwoch des Monats. Beacht­en Sie auch die Hin­weise auf der SAV-Home­page sowie die aktuellen Presse­hin­weise. Alle Inter­essierten sind willkom­men, auch Nichtmitglieder.